Wie alles begann: Die Entstehungsgeschichte des Scants of Grace e.V.

Als im Sommer 1995 die Bewohner der Land WG „Neudorf“ begannen im Garten zusammen zu jonglieren und sich gegenseitig Workshops zu geben, dachte wohl niemand ernsthaft über professionelle Auftritte oder Vereinsgründungen nach. Der erste gemeinsame Auftritt auf dem Bürgerfest Regensburg –spontan ohne Konzept und mit Trommelimprovisation- war ein Erfolg und weckte Lust auf mehr.

Die Vereinsgründung 1996 gab der Jongliergruppe dann einen festen Rahmen. In diesem Jahr fanden auch die ersten engagierten Auftritte (Waldkirchen, Altnußberg, Dorffest Neudorf...) statt, nach wie vor mit Trommelmusik und ohne festes Konzept. Erstmals wurden Personen von außerhalb der WG in die Gruppe integriert.

Das Jahr 1997 stand im Zeichen des drohenden Abrisses des Vereinsheimes Neudorf. Da ein wachsende Anzahl von Personen außerhalb der WG spontane Proben schwierig machten, wurde ein fester Probentag eingerichtet.
1998 war das Jahr der großen Veränderungen: Nach dem Abriss des Vereinsheimes wurde der Probenort ins Spielhaus nach Regensburg verlegt, wo die Proben bis heute jeden Donnerstag stattfinden. Ein wichtiger Auftritt fand im Villapark statt, erstmals mit festem Konzept, Regie, Proben und Musik vom Band. Aus diesem Stück entstand die Idee zu dem Feuermärchen Falagon, das die nächsten 3 Jahre eine zentrale Rolle in der Gruppe spielte. Fast nebenbei entstand das Schwarzlichttheater "Lotte träumt", dass bei einer Feierlichkeit des Jugendamtes Regensburg im Dezember uraufgeführt wurde.

Die nächsten Jahre wurde Falagon immer wieder aufgeführt, weiterentwickelt und verfeinert; es fanden zahlreiche Umbesetzungen statt. Lotte träumt wurde wegen des großen Erfolges nochmals im Spielhaus und mehrfach am Unitheater Regensburg aufgeführt, mit überaus guten Kritiken. Parallel dazu fanden in diesem und in allen folgenden Jahren mehrere kleinere Auftritte mit Teilen der Gruppe statt, u.a. auch für die Regensburger „Stadtmaus“.

Im Jahr 2000 wurde ein 2. Probentermin Mittwochs im Sünchinger Gemeindehaus eingerichtet. Im Dezember fanden erstmals die Jongliertheatertage in Maxhütte statt, eine Veranstaltung, in der eine Fülle von Workshops zu Theater, Tanz und Jonglage angeboten werden und die seitdem jedes Jahr um den Jahreswechsel an verschiedenen Orten durchgeführt wurde.

In diesem Jahr stieg der Verein auch in die Organisation des Jahninselfestes mit ein, das er seitdem in Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendring veranstaltet.

2002 machte sich die Performancegruppe daran, einen Auftrag des KLJB für ein Feuertheater mit biblischen Texten umzusetzen. Die Uraufführung dieses Stückes „Feierzauberland“ fand im Juli in Teisendorf vor über 1000 Jugendlichen statt.

2003 wurde „Il dramatico“ geboren, ein Feuertheater mit 4 Personen, das seitdem dutzende Mal von der Gruppe gespielt wurde. Die Jongliertage fanden in diesem Jahr erstmals in Burgweinting statt, wo sie sich seitdem immer zwischen Weihnachten und Neujahr grosser Beliebtheit erfreuen.

2004 gab es als wichtige Ereignisse die Teilnahme der Gruppe an einer Fahrt der Stadt Regensburg zur 25 Jahre Städtepartnerschaftsfeier nach Clermont-Ferrand, und die Aufführung von Cherobim und Kerosin, eine Weiterentwicklung von Feuerzauberland, am Domplatz vor mehreren hundert Leuten.

Darüberhinaus veranstaltete der Verein seit seiner Gründung 1996 viele Konzerte u.a. in der Alten Mälzerei, der Hüttenschänke in Maxhütte-Haidhof und in der Brauereigaststätte Eichhofen.